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Fayence und Porzellan Porzellan Das europäische Hartporzellan erfanden 1708/09 Johann Friedrich Böttger und Walter Ehrenfried von Tschirnhaus in Meißen. Porzellan ist ein keramisches Produkt aus Kaolin und Feldspat mit anderen Zusätzen. Die Masse versintert beim Brand, sie wird völlig undurchlässig für Flüssigkeiten. Im 18. Jahrhundert schätzte man das Weiß des Porzellans als Kriterium für Reinheit und Güte. Es steigerte die Leuchtkraft jeder bunten Bemalung sehr. Im 19. Jahrhundert wird die weiße Fläche vornehmlich als Maluntergrund benutzt, der vom Dekor oder von farbiger Glasur vollständig bedeckt wird. Fayencen Fayencen sind Tonwaren mit porösem Scherben, der mit deckender Zinnoxydglasur überzogen wird, um undurchlässig zu werden. Die ersten Fayencen entstanden um 500 v.Chr. in Persien. Die Herstellungstechnik gelangte über den islamischen Kulturkreis in maurische Spanien. Dann über Mallorca (Majolika) nach Italien und im 16. Jahrhundert ins nördliche Europa, hier – nach der italienischen Stadt Faenza – „Fayencen“ genannt. In Deutschland entstanden im 17./18. Jahrhundert über 80 Fayencemanufakturen, die ersten in Frankfurt und Hanau.

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